André Lichtler

Vespergottesdienste und "Wort und Musik"

In besinnlichen Zeiten wie Passion und Jahreswechsel bieten wir Vespergottesdienste an oder "Wort und Musik" Feiern, die mit biblischen und literarischen Texten sowie festlicher Musik Momente des Innehaltens und der Reflexion bieten.
El Descendimiento by Rogier van der Weyden<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-dietikon.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>106</div><div class='bid' style='display:none;'>3600</div><div class='usr' style='display:none;'>65</div>

 

La Folia<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-dietikon.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>106</div><div class='bid' style='display:none;'>3597</div><div class='usr' style='display:none;'>65</div>

La Folia

Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze, von J. Haydn und Stabat Mater von G.B.Pergolesi
Sonntag, 25. März, 17 Uhr
Ref. Kirche Dietikon
Kammerorchester La Folia, Leitung Mirion Glas
Solisten: Dorothee Kurmann, Sopran; Mirjam Blessing, Alt

Anfang des 18. Jahrhunderts entwickelte der Jesuit Alonso Messia Bedoya († 1732) in Lima aus der individuellen Betrachtung der Sieben Letzten Worte Christi eine ausserliturgische Andachtsform, die am Karfreitag von 12 Uhr mittags bis 15 Uhr gehalten wurde und deshalb Tres horas (‚drei Stunden‘) hiess. Der Brauch verbreitete sich über die spanischsprechenden Länder in Amerika bis nach Europa. Auch Joseph Haydn (1732-1809) schuf sein berühmtes Werk für eine solche Andacht. Es entstand als Auftragskomposition für den Priester Dr. José Saenz de Santamaria, Marqués de Valde-Inigo, aus Cádiz und wurde vermutlich am Karfreitag 1787 in der Santa Cueva unterhalb der Pfarrkirche Santa Rosario aufgeführt. Der Auftrag lautete, sieben langsame meditative Sätze zu komponieren, einen für jedes der letzten Worte Jesu: Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze.

Giovanni Battista Pergolesi (1710-1736) wurde in Jesi, Italien, geboren. Viel Verwirrung besteht betreffend der Frage, welche Werke Pergolesi selbst komponierte und welche nicht. Bezüglich des Stabat Maters jedoch bestehen keine Zweifel. Dieser lateinischer Titel steht für Christi Mutter stand mit Schmerzen bei dem Kreuz und weint von Herzen, als ihr lieber Sohn da hing. Den Auftrag erhielt er vom gleichen Orden in Neapel, für welchen Alessandro Scarlatti bereits 1723 ein Stabat Mater komponiert hatte. Obwohl der Aufbau der Komposition praktisch identisch ist, sind die melodiösen Linien von Pergolesi gefühlvoller und stärker verziert. Das Stück erhielt weitherum Beifall, und es scheint, dass es viele Komponisten zu Imitationen, Paraphrasen oder Bearbeitungen inspiriert habe (sh. Brunetti, de Nardis und Paisiello). Der musikalische Aufbau des Psalms 51 “Tilge, Höchster, meine Sünden” des grossen Johann Sebastian Bach ist ein weiteres Beispiel.
(Quellen : www.stabatmater.info; de.wikipedia.org)

Eintritt frei - Kollekte
Bereitgestellt: 09.03.2018     Besuche: 25 Monat 
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