Traditionell geht es beim Fasten um den bewussten Verzicht auf bestimmte Speisen, Getränke und Genussmittel. Doch in der Fastenwoche möchten wir das Fasten weiter fassen: Es geht darum, auch Dinge und Gewohnheiten loszulassen, die im Alltag viel Zeit und Raum beanspruchen. So wird Fasten zu einem Gewinn durch Verzicht. Der Verzicht auf feste Nahrung, Eiweiß- und Getreideprodukte, Zucker, Kaffee oder Alkohol schenkt uns ein neues, leichtes Körpergefühl und einen klaren Geist – und damit die Chance, Essgewohnheiten zu überdenken. Auch der Verzicht auf raumeinnehmende Gewohnheiten kann unser Bewusstsein schärfen und uns die Welt intensiver erleben lassen.
Hier stellen wir Ihnen zwei Methoden des Fastens vor, die den Verzicht auf Nahrung in den Fokus rücken.
Fastenmethoden
Tee- und Saftfasten nach Dr. Buchinger
Diese Fastenmethode ist jedem gesunden und leistungsfähigen Menschen möglich. Wir verbessern damit unser Allgemeinbefinden und entschlacken, entgiften und entwässern unseren Körper.
Und so funktioniert´s: Nach der Darmentleerung trinken wir täglich Kräutertee, stilles Wasser, Gemüsebrühe und Obst- und Gemüsesäfte. Mit Wärmeanwendungen unterstützen wir die Reinigung des Körpers.
Buchtipp: «Wie neugeboren durch Fasten» von Dr. med. Hellmut Lützner, Verlag Gräfe & Unzer.
Übersichtsblätter:
Fastenwoche auf einen Blick
Aufbautage
Fasten-Ernährungsplan
Basenfasten
Dieses sanfte Fasten baut die Übersäuerung im Körper ab und bringt den Säure-Basen-Haushalt ins Gleichgewicht. Da der Stoffwechsel normal weiterarbeitet, eignet sich das Basenfasten für eine langfristige Gewöhnung an eine gesunde Ernährung.
Und so funktioniert´s: Während 1 – 2 Wochen essen wir ausschliesslich Gemüse, Kräuter, Früchte und Mandeln. Dazu trinken wir viel stilles Wasser und Tee.
Buchtipp: «Basenfasten. Sanft entlasten und dauerhaft abnehmen» von Sabine Wacker, Verlag Gräfe & Unzer
www.basenfasten.de
Pral-Tabelle bsische und saure Lebensmittel
Medizinische Hinweise
Fasten ist in der Regel unbedenklich. Vorsicht ist geboten,
- wenn jemand depressiv veranlagt oder nervlich labil ist
- nach einer Krankheit oder Operation
- bei Esssucht oder Bulimie
- falls jemand regelmässig Medikamente einnehmen muss*
- bei zu niedrigem oder zu hohem Blutdruck
- bei Krebs und starkem Uebergewicht
In einem solchen Fall bitte vorher den Hausarzt konsultieren.
Die Teilnahme an der Fastenwoche erfolgt auf eigenes Risiko und in eigener Verantwortung.
*Die Fastenwoche beginnt nach den Vorbereitungstagen mit einer Darmentleerung. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten. Aus medizinischer Sicht sollte jemand, der Medikamente zu sich nehmen muss, mit Glaubersalz abführen. San Pellegrino (Magnesiumhydroxid) wird über die Nieren ausgeschieden und belastet diese zusätzlich.
Eine sanfte Lösung ist der Einlauf mit einem Irrigator.
