Der Sonntag darf nachklingen

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Reicht es nicht, wenn alle dann ruhen, wenn es für ihn oder sie passt? Wenn wir unsere Freizeit mit dem verbringen, wozu wir sonst nicht kommen: auf dem Sofa liegen, spielen, im Internet surfen, Serien gucken, ausschlafen, feiern. Ihre Ruhetage füllen heute viele mit schweißtreibenden Work-outs oder ausgedehnten Laufrunden aus.
Der im Feiertagsgebot geforderte, Gott geweihte Ruhetag ist mittlerweile zu einer aktiven Pausenzeit geworden. Es geht aber um eine andere Qualität der Ruhe: nämlich die Chance, sich aus dem Alltag zurückziehen zu können, sich um die eigene Seele zu kümmern, Kraft zu schöpfen für die geschäftigen Wochentage.
Der Sonntag ist eine Ruhe-Oase, in der man mal nichts tun muss, sogar nichts tun soll! Er ist eine Zeit ohne Alltagspflichten und Hausarbeiten. Und diese Pause strahlt in die kommende Woche hinein. Dieser Tag, an dem niemand arbeiten soll, ist wie ein Grundton, dessen Klang der Ruhe in die kommende Woche nachklingt, damit in eigenen Gedanken Verschüttetes freigelegt werden kann.
Jeder soll bei sich ankommen und hell werden – in dieser von Gott geschenkten und ihm gewidmeten Zeit der Seelenruhe und Glaubensstärkung.

Gebet
Herr, Gott,
Wir finden Ruhe bei dir,
denn deine Gnade ist da
mitten in unserem Leben.
Herr, Gott,
wir danken dir.
Wir sind fröhlich in dir,
denn deine Gnade ist unser Leben.
Amen

Text: Karin Bertheau und Jürg Steiner; Graphik: Pfeffer
Autor: Jürg Steiner
Autor: Doris Zürcher     Bereitgestellt: 03.10.2017     Besuche: 15 Monat 
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